Isaac Bürger

Siegburg

Audioguide "Isaak Bürger (Siegburg)"

Isaac Bürger wurde 1791 als Isaac Abraham in Siegburg geboren. Seine Familie gehörte Zeit seines Lebens zu den geachtetsten Bewohnern der Stadt. Erst nach der Annahme fester Familiennamen der rechtsrheinischen Juden 1846 nannte sich seine Familie „Bürger“. Er selbst galt als wichtiger Initiator der lang ausstehenden Namensregelung. Obwohl seine Biografie durch Assimilations- und Bildungswillen gekennzeichnet war, blieb er bis zu seinem Tod am 16. Juni 1864 Anhänger des orthodoxen Judentums. Anders als sein berühmter Cousin Heinrich Heine, der in seiner Taufe 1825 das „Entre-Billet zur Europäischen Kultur“ sah.

Herausragende Bedeutung gewann Bürger, der als Immobilienhändler und Lotterieeinnehmer tätig war, als engagierter Vorsitzender der jüdischen Gemeinde. In seiner dreißigjährigen Amtszeit trieb er die Neuorganisation der Synagogengemeinden im Siegkreis sowie den Bau der neuen Synagoge in der Siegburger Holzgasse voran. 

Auch im öffentlichen Leben der Stadt war Isaac Bürger aktiv: Als erster Jude wurde er 1846 in den Siegburger Gemeinderat gewählt. 1858 wurde er als Stadtverordneter wiedergewählt und bekleidete dieses Amt bis 1862. Er ist auf dem Jüdischen Friedhof in Siegburg beigesetzt.

Heute befindet sich eine nach Isaac Bürger benannte Straße in Siegburg-Zange.