Fotos: Dr. Claudia Arndt

Spuren. Jüdische Erinnerungsorte an Sieg und Rhein

Die Geschichte jüdischen Lebens im heutigen Rhein-Sieg-Kreis reicht bis in das Mittelalter zurück. Mit den Novemberpogromen 1938 nahm sie ein jähes Ende. 1942 wurden die letzten verbliebenen Jüdinnen und Juden deportiert und ermordet. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten nur wenige Jüdinnen und Juden in ihre Heimat in der Region zurück.

Viele jüdische Gemeinden hatten eine Synagoge, einen Friedhof, eine Mikwe. Hiervon ist heute meist nur wenig erhalten.

„Spuren. Jüdische Erinnerungsorte an Sieg und Rhein“: Dieses Projekt erinnert an Orte jüdischen Lebens und deren Geschichte, an Jüdinnen und Juden und ihre Lebenswege. Auf dieser Website finden sich Porträts der Erinnerungsorte und der Menschen sowie vertiefende Informationen zur jüdischen Religion und Geschichte.

Sie sind zugleich die Fundstellen, auf die die QR-Codes verweisen, die an den Orten selbst angebracht werden sollen. So wird die einstige Vielfalt und Bedeutung jüdischen Lebens und jüdischer Kultur an Sieg und Rhein veranschaulicht.

„Erinnerung an einen selbstverständlichen Teil der Gesellschaft“

Bei einer Veranstaltung im Siegburger Stadtmuseum wurde das Projekt öffentlich vorgestellt. „Das Projekt erinnert vor allem an das alltägliche jüdische Leben in unserer Region als selbstverständlichen Teil unserer Gesellschaft. Daran zu erinnern ist auch heute angesichts antisemitischer Tendenzen besonders wichtig“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin und 1. Vorsitzende des Fördervereins Gedenkstätte Landjuden an der Sieg, Elisabeth Winkelmeier-Becker. Bericht

Die Website wird ausgebaut, weitere Erinnerungsorte werden folgen.